Wortpuzzle

Ein Gedanke, ein Buchstabe, ein Wort, ein Satz, gesucht, gepuzzlet, versinnt, geordnet ...






Rosenmeer

In der Nacht gleite ich
Durch mein Rosenmeer
Trume mir die Taube
Mit dem lzweig
Zum Greifen nah -
So durchnt
Der Morgen

© HB 19


zum nächsten Gedicht






















Phönixdämmerung

Einstrzende Mauern
Steine prasseln herab
Absorbierende Dunkelheit
In der zugigen Ruine
Mein Phnix verlischt
Im Endgltigen.

© HB 19


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Ausklang

Langsam schleicht sich
Der hitzige Tag
Aus der Helligkeit
In die blaue Stunde
Angenehmer Khle
Am Himmel Sterne
Lachende Augen
Des Vergangenen
Spiegeln sich im Wein.

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Treibdurst

Und ich stehe
an der Quelle
des Banalen.
Abgestanden
das Wasser
untrinkbar fad.
Und ich laufe
den Flu entlang.
So durstig.

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Wünsche

Auf dem Tisch
die Abrechnung
fr das was schon war.
In der Post
die Bestellung
fr das was noch soll.

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Atlantis

Und sie lachen
Und sie schlemmen
Und sie hren nicht
Leise im Hintergrund
Die Lieder von Atlantis

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Kinderreich

Auf der Strae
Fremde Kinder
Sie sehen mich nicht
Ich rufe sie nicht
Regiere mein Reich
So hoch die Mauern
So schwer die Steine
So leicht mein Kind

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Vorwärts

Die Füe fest
Auf dem Nichts
Vorwärts
In die Dunkelheit
Wo die Schreie warten

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















WortBlüten

Jedes Wort
Trägt das Recht
An sich
In sich
Jedes Wort
Ein Trieb
Der Freiheit

© HB 18


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Wenn du bald kommst
Flechte ich dir
Eine Krone
Aus roten Rosen
Tausend Blumen
Verblhten
In der Zeit.

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Flchtig

Moment
Der Ruhe
Gleichklang
Von Krper
Und Seele
Moment
Des Friedens
Im Augenblick

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Stille

Am Anfang
ist Stille
und Atmen.
Der kleine Stern
am Horizont
wchst aus Ruhe
zur Erkenntnis.
Und zerfllt
am Ende
der Stille.

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Gedankenstock

Gedanken
Erscheinen
Fhrungslos
Aus dem Nichts
Bienenschwarm
Ohne Knigin
Unaufhaltbar
Summend

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Unerwnscht

... und es dreht sich
immer weiter im Kreis
weiter immer weiter
dreht es sich schneller
Ausstieg zur Langsamkeit
zum Preis der chtung ...

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Unerhrt

Sie gaben mir ihren Namen
Sie gaben mir ihre Kleidung
Ich sagte Nein -
Sie hrten nicht.
Sie gaben mir ihre Regeln
Ich sagte Nein -
Sie hrten nicht.
Sie gaben mir ihren Glauben
Ich sagte Nein -
Sie hrten nicht.
Sie gaben mir ihre Bildung
Ich sagte Nein -
Sie hrten nicht.
Sie gaben mir ihre Meinung
Ich sagte Nein -
Sie hrten nicht.
Sie hatten nur ihre Mnder
Keine Ohren.
Ich fror in ihrer Wrme.
Sie gaben mir ihr Leben -
Ich gab es ihnen zurck.

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Existenz

Alles was ist
ist in Gott.
Eingebettet bin ich
in die Göttlichkeit.
Unendliches Leuchten

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Ausgeleert

Mein Kopf so leer
Die Beine taub
Alle Gedanken
Sinnlos konfus
Führen hin zu
Maroden Zielen.

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Traumende

Die süen Trume
Enden im Morgengrauen
Mit dem ersten Hahnenschrei
Legen sich lächelnd zur Ruh
Bis zur nächsten Tagesnacht.

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Vernarbt

Und das Herz schlägt weiter
Mit all seinen Narben
Pulsiert Wärme
In die Kälte.

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Sternfrager

Sterne am Himmel
Dieser klaren Nacht
Seid Ihr die Augen
Atmender Hoffnung?
Seid Ihr die Träume
Nebliger Nächte?
Seid Ihr die Trauer
Der Vergeblichkeit?
Seid Ihr das Leuchten
Des Immer Wieder?

© HB 17


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Ausgeträumt

Der alte Traum
Atmet nicht mehr
Myriaden
Scheinbarer Erfllung
Lieen ihn vergehen.

© HB 16


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Vergessen

Die Musik
Spielt nicht mehr
Khle Regentropfen
Verharren in der Luft
Kein Windhauch vertreibt
Die Hitze der Stille
Und nur die Spinne
Ist in Bewegung
Verwebt immer weiter
Das Unheilvolle
Mit dem Garn
Der Lethe.

© HB 16


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Eigentum

Meine Gedanken
Sind mein Schatz
Golden glnzend
In der Schatulle
Meines Ich.

© HB 16


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Mde Augen
starren vorbei
an den Farben.
Grau die Blindheit
der Gedanken
des wie immer.

© HB 16


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Zusammenhanglos

Schne Worte
Verblassen
Im Tagesgrellen
Irrlichtern
Leuchtlosen
Glhwrmchen gleich
Zusammenhanglos
Durch die Zeit

© HB 16


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Refugium

Ich betrete mich
ber die Schwelle
Meiner Selbst
Sitze an meinem
Festlichen Tisch
Ser Getrnke
Feiner Speisen
Und geniee.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Der Gast

Ungebeten
Gleitet er
Durch den Raum
Immer fter
Verleugnet
In Gewissheit.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Richter

Ohne zu fragen
Kommen Sie
Mich auszufragen
Unschuldig
Mich schuldig
Zu sprechen.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Vaterland

Die Musik
Der Dmmerung
Der Snger
Die wir schufen
Fliet herein
Durch die Scharten
Verbreitet sich
Unaufhaltsam.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Seine Eminenz

Die graue Eminenz
der tausend Jahre
verliert ihre Macht
durch Erkenntnis.
Gefangenschaft mutiert
zum offenen Raum
Farblosigkeit zum
bunten Mosaik.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Freie Schnheit

... und ich fhlte mich reif
pflckte mich aus dem Baum
lie mich fallen in weiches Gras
laufe durch blhende Grten
im frhlingshaften Sptsommer
ungeblendet von milder Sonne.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Unschuld

Inmitten
Verwilderter Grten liegt
Verhllt vom schwarzen Nebel
Vergessen das weie Schlo
Verrammelt die Eingangstr
Verwittert das Gemuer
Vermauert alle Fenster
In Erwartung des Prinzen.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Abschied

Leise schliee ich die Tr
rostiger Vertrautheit
vergrabe den Schlssel
der Erinnerung
blind unter Blumen
spitzer Dornen.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Hieroglyphen

Die Wnde
Meines Herzens
Eng beschrieben
Mit unbekannten
Hieroglyphen
Unbersetzbare
Unleserlichkeit.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Der letzte Meter

Das Ziel
Zum Greifen nah
Liegt verhangen
Hinter Bschen
ber qulende
Dornen fhrt der
Letzte Meter

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Bodenlos

Die Kinder
des Ikarus
flohen zur Sonne.

Verlassen liegt
die weie Stadt
im Mondenschein.

© HB 15


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Sturmlos

Gnzlich unbesorgt
Treibe ich
Auf klarem Wasser
Die Strme
Knnen meinen Fluss
Nicht kruseln.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Durchschritten

Die Distanz
des einen Schrittes
ffnet die Fesseln.

Hinter dem Kreuz
leuchtet der Weg
der Allgttlichkeit.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Sodoms Errettung
(Die ungezhlten Gerechten)

Und die zwei Engel
Kamen nach Sodom
Am Morgen
Ehrten die Tchter
Des sndigen Lot
ffneten die Augen
Der Mnner aus Sodom
Und es regnete
Licht und Freude
Vom Himmel
Und die Salzsule
Tanzte erlst
Zurck nach Sodom.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Unerwartet

Das was kam
Kam pltzlich
Schwarzer Regen
Aus Sonnenschein
Wolkenverhangen
Regenbogenlos
Blieb der Sonnentag.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Weltende

Die Welt
ging zu Ende
in dieser Nacht
altvertrauter
Feuersbrnste.

Die Asche
weht verglht
in den kalten Tag.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Meine Arche

Ich lie mich nicht locken
in den goldenen Kfig
der Alternativlosigkeit.
Baute ein stolzes Schiff
aus Alternativen
und gleite dahin
auf weiter See.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Abgang

Die Ouvertre
wandelt sich unbemerkt
zum groen Finale.
Die Tne verklingen
im endlichen Applaus
des letzten Vorhangs.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht
























Nachtspaziergang

Im Mondschein dieser Nacht
ffne ich mein Schatzkstchen
Nehme meine Hoffnung
Leuchtende Schimmernde
Fhre sie aus in die Welt
Ser Begehrlichkeiten
Und lege sie zurck
Im Morgenschimmer.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Kriegsworte

Worte formulieren
Die Begrndung
Sterben im Wahrheitsgrab
Waffen sprechen
Mit Leid und Tod
Worte werden erweckt
Sprechen schn
Nie wieder
Die nchste Begrndung
Bereits formulierend.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Alles ist

Wissen ist Glauben
Glauben ist Wissen
Nichts ist Alles
Alles ist Nichts
Die Deutung des Wesentlichen
Schimmert golden
Im Verborgenen.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Dekadenz

Zgellose Bereicherung
am geliehenen Paradies.

Kein Sehen
der letzten Frchte
entlaubter Bume.

Alle Limits
berschritten
ser Honig
verbittert.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Osteropfer

Gott sprach
Von Licht und Liebe
Doch es wurde Nacht
Und es wurde Angst
Und der Glaube schwand
In der Erkenntnis
Grausamer Liebe.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Vollendet

Der Abschied
Kam leise.
Gesagte Worte
Gehen und bleiben
Zwischen
Diesseits
Jenseits
In Allem.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Auswanderung

Mein Dorf ist verwaist
Die Huser verlassen.
Es gingen Glck
Und Zuversicht
Glaube und Wissen.
Es blieb
Ein glimmender Funken
In der kalten Schmiede.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Durchbruch

Die Hnde
Stemmen sich
Gegen die Wellen
Das Meer teilt sich
Aus eigener Kraft
Macht den Weg frei
Zum Irgendwoland.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Getrieben

Die Winde
Des Mssens
Wehen Papphuser
Des Wollens
Vor sich her.

Luftraubender
Realittsorkan
Alternativloser
Angeblichkeit.

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© HB 14






















Reisebereit

Mein Schiff liegt
seit tausend Tagen
ideenbeladen
im Hafen.
Winde zu schwach
fr den weiten Weg
zum nahen Meer.

© HB 14


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Geopfert

Die Freiheit ausgezehrt
Bis auf die Knochen
Wortreich vernichtet
Von ihren Beschtzern
In ihrem Namen.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Alte Geister

Aus dem Verdrngten
summt das Gelchter
der alten Geister.
Hase und Igel
zu jeder Zeit
an jedem Ort.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Eigenstndig

Und auch dieser Tag
Wabert aus dem Licht
In die blaue Stunde
In die Dunkelheit
Gegenwart entgleitet
Zur Vergangenheit.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Das Gefhl

Es bleibt flchtig
kaum wahrnehmbar.
Findet nicht den Weg
durch den vor langem
geschmiedeten Panzer.

Keine fremde Wrme durchdringt
die selbst gewhlte Klte.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Vermeintlich

Die schnen Worte
Liegen im Sarg
Nutzbringender
Realitt -
Wurden begraben
Vor ihrer Geburt.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Rückweg

Ich drehe mich um
Gehe langsam zurück
Durch die Dunkelheit
Auf mich zu ...

Gemeinsam fangen
Wir das Licht.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Oberflchlich

Alle Wege sind frei
Doch da sind keine Ziele
Alle Worte sind frei
Doch da sind keine Ohren.
Alle sind frei
Im Irgendwo.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Webstuhl

Der Webstuhl
Des Immerweiter
Webt ohne Unterlass
Starke Fden
Fadenscheinig
Kein Kleid wird je fertig.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Trümmer

Die Mauer eingerissen
mit bloßen Worten.
Ohne Kelle und Mörtel
verstört in Trümmern
dieser einen Sekunde.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Tag der Asche

Sehend übertrete ich
Meine rote Linie
Flammen versengen
Meine irrenden Füße
Ich hocke im Dunkel
Meiner Deutungssuche.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Wachkoma

Dieser Tag
Ohne Ende
Nichts kommt
Nichts geht
Enervierende
Wachsamkeit
Im Dauerlicht.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Spinnereien

Dieser Tag
Spinnt seine
Unsichtbaren Fäden
In der Nacht
Zum Traumnetz aus Dornen -
Spinnt Fesseln
Fr den kommenden Tag.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Einsamer Wanderer

Schwarzes Lagerfeuer
In verschneiter Steppe
Der einsame Wanderer
Kauert am kalten Feuer
Feucht gewordene Trume
Erzeugen beienden Rauch.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Spielende

Der letzte Jeton
Fllt auf das Tableau

Rien ne va plus

Unerbittlicher Croupier
Die Kugeln laufen
Ohne Erwartung

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Gottlos

Mein Garten Eden
verborgen hinter
tosenden Wellen.

Nach ewigen Jahren
zweifelnder Hoffnung
teile ich das Meer
mit meinem Willen.

© HB 13


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Nchte

Ich darf nicht schlafen
zwischen den Tnzen
meiner Tage.
Der Rhythmus
vibriert.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht























Subtil

Liebliche Blumen
ritzen diskret
mit ihren Dornen
feine Wunden
in das Vertrauen.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Nur kurz

Die Unschuld des
Blauen Morgen
Verging mit dem
Hahnenschrei.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Die letzte Rose

Die letzte Rose
ging mit der Zeit.

Von dem was war
blieben Ruinen
fr die Gegenwart.

Wilder Efeu rankt sich
um das Mauerwerk

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Grenzlosigkeit

Das Vaterland -
Morsche Sttze
Schwacher Beine
Geboren aus Zufall.
Fremdgesteuerte
Blicke enger Grenzen.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Aufbruch

Ich packe
Mein Lachen ein
Meine Trume
Meine Zweifel.

Hinterlasse
Ein letztes Wort
Und breche auf
Nach berall.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Unerhrt

Die Rufe
des Kindes
bleiben unerhrt.
Der Erwachsene
darf nicht hren
auf sein lange
vergessenes Kind.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Nachtvision

Kmst du zum
Fenster herein
In dieser Nacht
Ich wrde dir
Eine Krone
Flechten
Aus Sternen
Golden
Wie der Mond.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Kleine Blte

Die kleine Blte
ffnet sich nicht
Bewahrt ihre
Schnheit
Fr sich selbst.

© HB 12


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Wurzelsuche

Auf meinen
Erwachsenen Armen
Trage ich Mich
Weinendes Kind
Mit tastenden Schritten
Verkratzter Seele
Durch verdorntes Unterholz

© HB 11


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Sternenasche

Mein Feuer war verglüht
In resignierter Stille
Graukalte Asche verklebte
Entzündete Augen.

Ich hielt sie in den Wind
Und wehte sie frei
Fand den schmalen Weg
Zur Morgensonne
Der Entflammung.

© HB 11


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Versprechungen

Auf dem weiten Meer
Der Versprechungen
Treibt am Tag
Der Erfüllung
Nur ein Wrack
Aus faulem Holz.

All die Worte
Versunken
Im Meer.

© HB 11


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Immersturm

Es gibt
Keine Ruhe
Nach dem Sturm.

Orkane ziehen
Ihre Befugnis
Aus sich selbst.

Rotieren und rotieren.

© HB 11


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Samt und Seide

Und ich war
Eurer Kleider
So müde.

Mein Spiegelbild verließ
Mich schon vor langer Zeit.

Endliches Lamento
Verwoben in
Neue Kleider.

Bin nun
Mein eigener Schneider
Vor goldenen Spiegeln.


© HB 11


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















So schnell

Gerade noch war endlich Frühling
War endlich Wärme
War endlich Klarheit.

Und da ist schon wieder Herbst
Ist wieder Kälte
Ist wieder Nebel.


© HB 10


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Marionette

Die Marionette
löste ihre Fäden
Im bigotten Applaus.

Das Publikum
verließ den Saal
kettenrasselnd.


© HB 10


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Eure Kriege

Ich vergab Euch
Eure Kriege.

Gewährte mir Asyl
In meinem Selbstsein.

Eure stumpfen Waffen
Klirren nur noch leise
Aus einer fremden Welt.

© HB 10


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Hüllenlos

Einen Moment
Erkannte ich
Das Paradies.
Hüllenlos
Im Zauber des
Wesentlichen.

© HB 10


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Mein weißes Klavier
(nach Else Lasker-Schüler)

Vor mir mein weißes Klavier
Leuchtet im Lichte der Zimmertür
Obwohl die Welt verrohte.

Sternenhnde zwei spielen engelgleich
Auf der geretteten Klaviatur.

Mich tragen weiße Lieder
Und die Mondfrau tanzt dazu.

Den erstarrten Ratten im Geklirr
Bleiben nur die bitteren Brote.

© HB 10


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Ausbruch
(In Anlehnung an 'Der Panther'
von Rainer Maria Rilke)


Geruschvoll hebt sich der
Vorhang der Pupille:
Sein Blick ist wach geworden
Durchbricht die tausend Stbe.

Ein aufflammender Wille
Tanzt ber den Regenbogen
Einer unbekannten Welt -
Hat im Herzen begonnen zu sein.


© HB 06


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















An die Parzen
- Nach Hlderlin -

Nun gnnt, ihr Gewaltigen,
Mir diesen einen Sommer noch:
Einmal nur die sen Frchte
Unbekannter Spiele schmecken.
Zurck schwebe ich in den Herbst
Mit seinen reifen Gesngen
In die Stille meiner Schattenwelt.

© HB 07


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Anders

Seltsam klar ist dieser Abend.

Alles Bekannte scheint so fremd -
Ruinenhafte Hütten
Leuchten im goldenen Licht
Erstarrte Pfützen sprudeln
in lebendige Teiche
Abgeschlossene Wege
führen zur Seidenstraße -
Alles Arme scheint blühend reich.

Seltsam klar ist dieser Abend.

© HB 10


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Mobile

Da sind Lieder
Da ist Trauer
Ganz plötzlich
Aus dem Nichts
Ganz plötzlich
Geht die Trauer
Macht Platz für
Die Lieder
Aus dem Nichts
.....

© HB 09


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Da war

Da war ein Haar
Und doch nicht
Da war Wärme
Und doch nicht
Da war Nähe
Und doch nicht
Da war Alles
Und doch Nichts.
Da war die Nacht
Und wurde Tag.

© HB 09


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Neue Heimat

Mein Löwenzahn
Der frühen Tage
Blüht nicht mehr.

Alle Wiesen versteinert
Wilder Samen wurzellos
Von Winden getrieben
Zu neuer Fruchtbarkeit.

© HB 09


zum vorherigen Gedicht  zum nächsten Gedicht






















Inexistent

Die Mulde im
Kissen neben mir
Von Träumen gedrückt.
Die Wärme schwindet
Im Morgengrauen.

© HB 08


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